Nachzug der Berhane-Kinder

Wir vom Verein Give a Hand.ch fühlen uns geehrt, diese mutige und interessante Frau unser Mitglied nennen zu dürfen. Dank ihrer spontanen und äusserst grosszügigen Unterstützung ist es uns nach zwei Jahren hartnäckiger Arbeit gelungen, zwei der Berhane-Kinder wieder mit ihrer in Bern wohnhaften Mutter zu vereinigen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei dir, liebe Marlies, für dein grossherziges Engagement!

 Interview Regionaljournal Bern

 

  

Stellungnahme zum Bundesverwaltungsgerichtsurteil betr. der illegalen Ausreise von eritreischen Flüchtlingen

Liebe Interessierte und Mitengagierte

Am Donnerstag Abend ist das lange erwartete Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVG) D-7898/2015 bekannt geworden, welches sich mit der Frage auseinandersetzt, ob die illegale Ausreise von EritreerInnen und Eritreern aus ihrem Herkunftsland weiterhin einen asylrelevanten Fluchtgrund darstellen solle. Mit dem Urteil sollte die am 23.6.2016 vom Staatssekretariat für Migration (SEM) verlautbarte Praxisverschärfung gegenüber eritreischen Flüchtlingen, welche in der Zwischenzeit bereits zu mehreren hundert negativen Asylentscheiden mit gleichzeitiger Wegweisungsverfügung geführt hat, entweder bestätigt oder aber zurückgewiesen werden.

Der Verein Give a Hand.ch hat sich gemeinsam mit anderen Akteuren aus dem Asylbereich (z. B. www.riggi-asyl.ch, dem eritreischen Medienbund Schweiz, etc.) stets gegen die Praxisverschärfung ausgesprochen. Die Untersuchungsergebnisse, namentlich festgehalten im nach der Fact-Finding Mission vom Februar und März 2016 veröffentlichten "Update Nationaldienst und illegale Ausreise", auf deren Grundlage das SEM die Praxisänderung abgestützt hatte, erschienen uns zu wenig fundiert, ja geradezu politisch motiviert.
Gegen die Praxisänderung haben sich im Übrigen auch nahmhafte Flüchtlingsorganisationen, allen voran die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH), ausgesprochen.
Leider ist nun mit dem Urteil vom 2.2.2017 bestätigt worden, dass das alleinige Vorbringen der illegalen Ausreise als Fluchtgrund nicht länger einen positiven Asylentscheid rechtfertige. Hauptargument: Die Strafen für illegale Ausreise seien von 5 Jahren auf wenige Monate Gefängnis heruntergesetzt worden, und die Betroffenen könnten im Übrigen ihr Verhältnis zur eritreischen Regierung mit Hilfe eines Entschuldigungsschreibens sowie dem Begleichen der 2%-diaspora-Steuer regeln (s. unsere Grundlagentexte auf www.giveahand.ch).
Die Beurteilung, ob die Quellenlage, auf die sich das BVG bei seinem Entscheid gestützt hat, ausgewogen und damit unvoreingenommen gewesen ist, sei an dieser Stelle der juristischen Abteilung der Flüchtlingshilfe bzw. anderen AnwältInnen, die über langjährige Erfahrung mit eritreischen Asylsuchenden verfügen, überlassen. 
Ich, die in meiner täglichen Arbeit als Beraterin für den Verein Give a Hand.ch in regelmässigem Kontakt zu Exponenten der eritreischen Demokratiebewegung und auch mit von der Praxisverschärfung Betroffenen stehe, kann zu diesem BVG-Urteil Folgendes feststellen:

1. Aus zahlreichen, mir vorliegenden Asylentscheiden lässt sich herauslesen, dass mit dem Wegfall der illegalen Ausreise den Sachbearbeitern des SEM nun div. Möglichkeiten offenstehen, ein Asylgesuch eines eritreischen Antragsstellers negativ zu beurteilen. Die Hauptstrategie besteht meiner Ansicht nach darin, dass schlicht sämtliche Vorbringen des Gesuchsstellers betr. seiner Fluchtmotive aus Eritrea als nicht glaubhaft (nach Art. 7 AsylG) diskreditiert werden. Diese Einschätzungen der Glaubhaftigkeit von Aussagen hängen dabei naturgemäss stark von den Ansichten des zuständigen Sachbearbeiters ab, was den Schluss zumindest nahelegt, dass viele dieser Entscheide willkürlich gefällt werden.

2. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) spiegelt den Gesuchstellern in den Negativentscheiden mit Absicht vor, dass ihnen eine Rückführung in ihr Herkunftsland unmittelbar bevorstünde. Viele der Gesuchsteller werden dadurch derart in Panik versetzt, dass sie sich, ohne überhaupt gegen den erstinstanzlichen Entscheid zu wehren, direkt ins benachbarte Ausland absetzen. Nicht wenige der erstinstanzlichen Verfügungen sind daher mit dem Ablauf der 30tägigen Einsprachefrist rechtskräftig geworden; eine Möglichkeit, nach einer Rücküberstellung der Betroffenen gemäss Dublin-Verordnung durch die ausländischen Behörden juristisch dagegen vorzugehen, besteht somit nicht.

3. Ganz bewusst haben es die Richter am BVG vermieden, auch über die Zumutbarkeit etwaiger Rückführungen nach Eritrea zu entscheiden. Obgleich das SEM diese in seinen Entscheiden als Zumutbar und technisch und praktisch durchführbar bezeichnet, sind Rückführungen von eritreischen Flüchtlingen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Einerseits fehlt ein entsprechendes Rückübernahmeabkommen mit der Regierung in Asmara, andererseits sind solche Rückschiebungen gemäss internationaler Praxis und Rechtssprechung nicht möglich. Somit betreibt das Staatssekretariat (SEM) hier gezielt eine Politik der Desinformation, indem es sowohl den Betroffenen als auch Schweizer BürgerInnen vorgaukelt, die Zahl der Wegweisungen aus der Schweiz könne mit der Praxisverschärfung erhöht bzw. die Zal der in der Schweiz lebenden jungen Eritreischen Flüchtlinge könne so tatsächlich vermindert werden.
Mit seinem Urteil vom 2.2.2017 stützt das BVG diese meiner Ansicht nach problematische Augenwischerei.

Dazu, was die Negativentscheide konkret für die nun hier festsitzenden Betroffenen bedeuten, äussert sich mein Mitstreiter gegen die Praxisverschärfung, Pfarrer Daniel Winkler aus Riggisberg, folgendermassen:

"Wir begleiten in Riggisberg seit über zweieinhalb Jahren eritreische Flüchtlinge. Wir kennen diese Menschen und ihre Geschichten. Die Grossmehrheit der neuen Flüchtlingsgruppe (es sind vor allem jüngere Menschen) ist illegal aus Eritrea geflüchtet.

Die Hauptursache für die Flucht ist der Leidensdruck, der durch den menschenunwürdigen Nationaldienst entsteht. Sowohl der zivile wie auch der militärische Nationaldienst bedeutet für viele unbegrenzte (institutionelle) Zwangsarbeit. Viele dieser Flüchtlinge haben zudem Gewalt und Leid auf ihrer äusserst beschwerlichen Flucht durch die libysche Wüste und über das Mittelmeer erlebt. Nun erhalten sie einen negativen Asylentscheid mit Begründungen, die schlecht nachvollziehbar sind. Die Flucht aus dem Nationaldienst, der aus guten Gründen als «staatliche Zwangsarbeit» bezeichnet wird (David Signer in der NZZ am 2.2.2017), stellt einen Asylgrund dar, die Flucht vor ihm jedoch nicht? Wenn ich aus einem menschenunwürdigen Gefängnis fliehe, ist das ein Asylgrund, wenn ich vor der Inhaftierung fliehe, jedoch keiner? Die Willkür dieser Praxis ist offensichtlich, und unsere eritreischen Flüchtlinge hier in Riggisberg können diese Unterscheidung nicht verstehen. Wir übrigens auch nicht.

Ausserdem: Auch wenn sie einen negativen Entscheid erhalten haben, wollen sie niemals zurückkehren. Es ist eine Realität (auch unsere Schweizer Behörden wissen darum), dass demjenigen, der nach einer Republikflucht zurückkehrt, in Eritrea Strafen drohen in Gefängnissen, zu welchen nicht einmal das IKRK Zutritt hat.

Wer vom Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen eine Ablehnung seines Rekurses erhält, verliert seine Wohnung, seine Arbeit und seinen Deutschkurs. Der abgewiesene Asylsuchende wird in ein Asylzentrum zurückgeschickt, um dort ein Leben ohne jede Hoffnung und Ziel, ohne jede Perspektive und ohne irgendeine Alternative zu führen. Er erhält pro Tag eine Nothilfe von CHF 8.-- für alle anfallenden Lebenskosten. Das Wort «Nothilfe» ist dabei eine Schönfärberei. Es wird diesen Menschen in Not nicht wirklich geholfen. Sie leben in der Schweiz wie in einem Freiluftgefängnis.

In Baden-Württemberg wurde in einer Gemeinde Mitte Januar 2017 ein Kirchenasyl für einen aus der Schweiz geflüchteten Eritreer, der abgelehnt und weggewiesen wurde, eingerichtet. Eigentlich müsste er als Dublin-Fall zurück in die Schweiz. Man hatte aber Angst, dass die Schweiz ihn nach Eritrea abschieben würde (gemäss der Sprachregelung des SEM erhält man das Gefühl, diese Leute würden problemlos zurückkehren können). Das passiert ja nicht. Es geht von den illegal Ausgereisten kaum jemand freiwillig nach Eritrea zurück. Was mit diesen Menschen hier in der Schweiz heute aber geschieht, rechtfertigt allein ein Kirchenasyl.

Diese Menschen können gemäss Dublin-Abkommen also nicht einmal in ein Nachbarland ausweichen. Sie leben als Sans-Papiers und Illegale in ständiger Angst. Sie stehen hier in der Schweiz wie ein Auto ohne Nummernschilder in der Landschaft. Es ist eine unmenschliche Ausgrenzung, ein entwürdigender Umgang mit Flüchtlingen, die zu den verletzlichsten Menschen unserer Gesellschaft gehören. In Riggisberg und aus dem Umfeld der ehemaligen Kollektivunterkunft kennen wir solche Menschen, und wir versuchen, sie nach besten Möglichkeiten zu unterstützen.

Am 2. Februar 2017 ist der Grundsatzentscheid des BVger gefallen und leider zuungunsten der eritreischen Flüchtlingsgruppe, die gegen ihren negativen Entscheid rekurrierte. Es wird nun also noch mehr Sans-Papiers in der Schweiz geben. Es sind nicht «wenige», die von diesem Referenzurteil betroffen sind, wie das schönfärberisch in den Medien behauptet wird. Zwischen Juni und November 2016 waren es über 400, die abgelehnt und weggewiesen wurden. Mit den zusätzlich über 600 hängigen Rekursen (Quelle: SEM) werden es mehr als 1‘000 eritreische Flüchtlinge sein, die in der Nothilfe landen. Das ist für unser Land eine humanitäre Schande.

Wir können diese Menschen weiterhin begleiten, ihnen Mut machen nicht zu verzweifeln. Wir können sie unterstützen, indem wir sie besuchen, ihnen kleine Hilfen anbieten und sie ermutigen, Begegnungsorte aufzusuchen, auch wenn ihnen die Gefahr einer Verhaftung droht, sobald sie ihre Asylunterkunft verlassen. Diese Flüchtlinge bleiben aber Menschen, die einen mitmenschlichen Umgang verdienen.

… und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen (Präambel der Bundesverfassung). Diese Wahrheit scheint in unserer Gesellschaft vergessen zu gehen. Wo steuert unsere Gesellschaft hin, wenn uns die Fähigkeit verloren geht, uns in Menschen in Not einzufühlen?"

Ganz in diesem Sinne müssen unsere Überlegungen hier noch einen Schritt weitergehen. Mit der behördlich autorisierten Illegalisierung und Entrechtung der Betroffenen läuft die Schweiz Gefahr, eine weitere Gruppe perspektiv- und rechtloser Menschen, insbesondere Jugendlicher und junger Erwachsener, heranzuzüchten. Unsere Behörden riskieren hier bewusst, dass Hunderte Menschen psychisch krank und schlimmstenfalls in die "Beschaffungskriminalität" getrieben werden. Kein Mensch kann auf Dauer und über Jahre hinweg von SFr. 8.-- leben. Kein Mensch begräbt freiwillig seine Träume auf ein Familienleben, berufliche Eingliederung und gesellschaftliche Akzeptanz. Kein gesunder Mensch nimmt in Kauf, auf unabsehbare Zeit hinaus in unterirdischen Massenunterkünften ohne jedwede Privatsphäre und Selbstbestimmung zu hausen.
Auch aus gesellschaftlicher Sicht muss uns klar sein, dass die behördlich verordnete Entrechtung ganzer Bevölkerungsgruppen auf lange Frist nicht rentabel, ja geradezu gefährlich ist. Ich persönlich erlebe eritreische Flüchtlinge als ausgesprochen freundliche und über die Massen duldsame Menschen. In ihrer Heimat und auf der Flucht haben sie schlimmste Strapazen ertragen müssen. Die Tatsache, dass diesen Menschen mit dem Negativentscheid ihr erlittenes Schicksal quasi vom Schreibtisch aus abgesprochen wird, führt aus psychologischer Sicht in nicht wenigen Fällen zu einer Retraumatisierung mit den bekannten Begleit- und Folgeerscheinungen. Obgleich abgewiesene Asylsuchende lediglich Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung haben, werden die daraus entstehenden Gesundheits- und Sozialkosten doch beträchtlich ausfallen.
Abgesehen davon werden sich diese Menschen nicht auf Dauer klaglos mit ihrer Entrechtung, Perspektivlosigkeit und gesellschaftlichen Ausgrenzung abfinden. 
Pfarrer Daniel Winkler ruft uns in seiner Stellungnahme allesamt in die Pflicht. Wenn wir als Schweizer BürgerInnen vermeiden wollen, dass diese abgewiesenen Asylsuchenden ihr Heil in kriminellen Vereinigungen oder politisch-religiösen Radikalenzirkeln suchen werden, bleibt uns nichts Anderes übrig, als mit unserem Engagement im Grossen und im Kleinen diesen Betroffenen tagtäglich das Gefühl zu vermitteln, dass wir sie trotz alledem als Menschen mit ihrer ganz eigenen Biografie wahrnehmen.
Somit sind wir nicht nur auf der politisch-juristischen Ebene gefordert. Unsere Botschaft an alle freiwillig engagierten Helferinnen und Helfer muss lauten: Überlassen Sie diese abgewiesenen Asylsuchenden nicht sich selbst! Helfen Sie ihnen, weiterhin an ihrer Zukunft zu arbeiten, indem Sie ihnen Sprache vermitteln, Bewegungsfreiheit ermöglichen und vor allen Dingen soziale Kontakte zur hiesigen Bevölkerung erleichtern!

Herzlichen Dank!

Aufruf zur Kundgebung vom 10.12.2016

Am 10.12.2016, dem Tag der Menschenrechte, werden wir unserer Forderung nach einer Rücknahme der Praxisverschärfung gegenüber eritreischen Flüchtlingen Nachdruck verleihen.

Wir versammeln uns ab 12.45 Uhr beim Berner Zytglogge. Von dort gehts dann weiter auf den Kornhausplatz, wo ab 13.00 Uhr unter dem Motto "No Slavery! No Limbo!" div. Ansprachen gehalten werden.

Definitiv mit von der Partie sind:

  • die Parlamentarierin Yvonne Fehri (sie reiste Anfang Jahr mit nach Eritrea, hat aber die Forderung nach einer Gesetzesverschärfung nicht mit unterschrieben);
  • Die Mediensprecherin des eritreischen Medienbundes
  • Vorsitzende der beiden Schweizer Sektionen der eritreischen Oppositionsparteien;
  • und last but not least unser Experte Dr. Daniel Rezene Mekonnen.

Wir wären euch dankbar, wenn ihr unseren Aufruf teilen und selbst mit dabei sein könntet! Die Betroffenen benötigen unsere Solidarität!

 

Kundgebung Kurz

Kundgebung Lang

Flyer

Annelies Djellal bei Radio SRF 1

Fast neun Monate ist es her, seit unsere Beraterin Annelies Djellal-Müller stellvertretend für das Give a hand.ch-Team zur "Heldin des Alltags 2015" nominiert worden ist.

In der Treffpunkt-Sendung von SRF 1 schaut sie zurück auf den Event und erläutert, weshalb Give a Hand.ch auch ohne den Titel weiterhin engagiert für seine Kunden da ist.

 

Annelies Djellal bei Radio SRF 1 (Ab Minute 32)

 

Rede zur Menschenrechtssituation in Eritrea

Die Rede, welche die Sonderberichterstatterin zur Menschenrechtssituation in Eritrea, Sheila B. Keitaruth, am 27. Oktober vor der UNO-Vollversammlung gehalten hat, stützt unsere Argumentation betr. der Praxisverschärfung des SEM gegenüber eritreischen Flüchtlingen und damit auch das Anliegen der von uns mitgetragenen Petition

Rede von Sheila B Keitaruth

 

Portrait Annelies

In der Strassenzeitung SURPRISE ist am 23. September 2016 ein Protrait über Annelies Djellal erschienen.

Portrait Annelies Djellal

Praxisverschärfung des SEM

Wir unterstützen die Petition des Eritreischen Medienbundes zur Praxisverschärfung des SEM, welcher am 15. und 16. Oktober bei der Veranstaltung 'Blackbox Eritrea' vorgestellt wurde. 

Petition zur Praxisverschärfung des SEM

 

Der Verein GiveAHand.ch war beteiligt an der Verfassung der Petition und der Hintergrundtexte, welche die Gründe der Petition beschreiben.

Die Hintergrundtexte können auf der Webseite des Eritreischen Medienbundes eingesehen werden:

Das Argument der «Wirtschaftsflüchtlinge» im Verhältnis zum Nationaldienst

Der eritreische Nationaldienst – staatliche Sklaverei

Die aktuellen Verschärfungen im Verhältnis zu den Feststellungen in denAsylentscheiden

Interview mit dem Anwalt und MenschenrechtsaktivistenDr. Daniel Mekonnen

 

Blackbox Eritrea

Liebe Freunde, Bekannte und Ansprechpersonen des Vereins Give a Hand.ch

Unter dem Titel „Blackbox Eritrea?“ findet am 15. und 16. Oktober 2016 in der Roten Fabrik in Zürich eine Veranstaltung statt, die der Eritreische Medienbund Schweiz zusammen mit dem Verein Connact organisiert.

Der Verein giveahand.ch informiert zusammen mit einer Gruppe von Freiwilligen rund um den Riggisberger Pfarrer Daniel Winkler (www.riggi-asyl.ch) an einem eigenen Infostand über Erfahrungen und eine wichtige Petition, die gleichen Tags online gehen wird. Gemeinsam mit der Eritrea-Kennerin Yvonne Meyer haben wir auch die Hintergrundtexte zusammengestellt, die ebenfalls auf der Website nachzulesen sein werden.

„Blackbox Eritrea?“ liefert Antworten zu einem Land, das die Meinungen spaltet und die Gemüter bewegt. Ein ausführliches Podiumsgespräch mit prominenten Teilnehmenden, vertiefte Einzelgespräche mit ExpertInnen (beispielsweise ein Zeuge von Geheimgefängnissen, ein ehemaliger Polizist und ein Ex-Richter des Obersten Gerichtshofes), Bilder, Filme, Theater und Musik geben an diesem Wochenende Einblicke in dieses Land. Im Anhang finden Sie den Flyer mit allen Informationen zum Programm sowie die Liste mit den ExpertInnen.

Wir sind überzeugt, dass „Blackbox Eritrea?“ spannende, neue und wichtige Erkenntnisse bieten wird, und würden uns freuen, Sie an der Veranstaltung anzutreffen!

Flyer von BlackBox Eritrea

Freundliche Grüsse

 

Annelies Djellal-Müller

Beraterin & Vizepräsidentin

Verein Give a Hand.ch

Praxisverschärfungen des SEM

Nicht nur wir wehren uns gegen die Praxisverschärfungen des SEM gegenüber eritreischen Flüchtlingen. Auch die grösste Flüchtlingsorganisation der Schweiz, die SFH, äussert sich klar dazu:

Stellungsnahme SFH

Ausgebrannt? Oder einfach nur desillusioniert?

(von Annelies Djellal-Müller)

 

Seit einem grauverhangenen, regennassen Nachmittag Ende April geht es mir gar nicht mehr gut. An jenem Tag nämlich hat mir der Anwalt, den wir mit Zerays Fall betraut hatten, mitgeteilt, dass der Berner Migrationsdienst an seiner Entscheidung festhalte und unseren Klienten umgehend in Ausschaffungshaft zu nehmen gedenke, sobald er aufgegriffen werde bzw. sich beim Migrationsdienst zurückmeldete. Gott allein weiss, wie viele Tränen ich auf diese Hiobsbotschaft hin vergossen habe!

Nun könnte man sagen, dass dies in dem Geschäft, in dem ich arbeite, halt das Täglich Brot sei. Dass man sich eben eine dicke Haut zulegen müsse, wenn man im Asylbereich mitmischen wolle. Dass man Distanz zu seinen Fällen halten müsse, um objektiv und sachlich bleiben zu können. Oder heisst dies vielleicht verklausuliert doch bloss: Damit man diesen menschengemachten Irrsinn unbeschadet übersteht?

Zeray habe ich persönlich ausserhalb des Büros kennengelernt. Wir hatten ihn, als sein Abflugtermin bekannt wurde, aus dem Zentrum abgeholt und zunächst einmal für einige Tage irgendwo untergebracht. Dort blieb er zwei Mal für ca. zehn Tage, und ich habe den Menschen hinter der Nummer N640 961 kennenlernen dürfen.

Einen Menschen, der, obschon er in seinem bisherigen Leben nicht viel Glück gehabt hat, noch immer aus vollem Herzen lachen kann. Sein Nachname "Tsehaye" bedeutet "Sonne", und ich habe ihm immer gesagt, dass der Name perfekt zu ihm passe. Wann immer ich ihn lachen sah, ging auch in meinem Herzen die Sonne auf, und oft gelang es uns so, die bedrückende Situation einfach hinwegzulachen.

In der Zeit, als Zeray bei uns war, habe ich versucht, ihm trotz allem ein möglichst normales Leben zu bieten. Ich stelle es mir absolut zermürbend vor, in einer solch ausweglosen Lage irgendwo untätig herumzusitzen und erfolglos über die Zukunft nachzugrübeln, auf die man ohnehin selbst keinen Einfluss nehmen kann. So nutzte ich das schöne Aprilwetter und unternahm mit ihm und meinem Sohn kleine Ausflüge. So sah Zeray zum ersten Mal nach neun Monaten in der Schweiz den Bärengraben, den Gurten und den Rosengarten. "Wo willst du denn auch mit 60 Franken pro Woche hinfahren", hat er auf mein ungläubiges Erstaunen, wonach er noch nie das Bundeshaus gesehen habe, geantwortet.

Einmal sind wir auf den Gurten gegangen. Als ich zu ihm sagte: "Jetzt fahren wir gleich am Staatssekretariat für Migration vorbei", brach er mitten im Tram in schallendes Gelächter aus. Da waren wir, ein noch gerade noch legaler, zur Ausreise ins Ungewisse verdammter Flüchtling und ich, und machten Einen auf Touristen. Wie schizophren! Und doch bin ich der Überzeugung, damit genau das Richtige getan zu haben.

Während dieser Ausflüge erzählte mir Zeray viel aus seinem Leben. Wie viele Andere ist er mit seinen Eltern und Geschwistern während der Kriegswirren als 9jähriger Junge von Eritrea nach Äthiopien gekommen. Dort besuchte er die Schule und half später seinem Vater, der als Lastwagenchauffeur arbeitete, aus. Als Eritreer galt die Familie aber offiziell als Feinde, was es ihnen verunmöglichte, sich in Äthiopien registrieren zu lassen. Eines Tages, als Zeray ausserhalb des Hauses war, wurden die Eltern und Geschwister von äthiopischen Sicherheitskräften aufgegriffen und nach Eritrea deportiert. Zeray blieb allein zurück.

Er schlug sich irgendwie durch, arbeitete zunächst als Mechaniker, dann als Lastwagenfahrer. Mit einem 40Tönner habe er Erdöl aus der Hafenstadt Djibouti in die äthiopische Hauptstadt transportiert. Das habe Spass gemacht, meinte er des Öfteren begeistert. Lastwagenfahren sei wirklich seine grosse Leidenschaft.

Doch dann passierte der Unfall, und nichts war danach mehr so wie vorher. Zeray hatte glücklicherweise - aber wohl auch Dank seiner freundlichen und aufgeschlossenen Art -, Freunde, die sich nach der Entlassung aus dem Spital um ihn kümmerten. Sie nahmen ihn bei sich auf, doch Zeray konnte auf Grund seiner Verbrennungen keine Arbeit mehr finden.

Und so machte er sich irgend einmal auf in Richtung Europa in der Illusion, hier Hilfe und eine einigermassen gesicherte Zukunft zu finden.

 

 

Doch "the Pursuit of Happiness", eines der Leitmotive der amerikanischen Verfassung und jahrtausendelang der Motor der menschlichen Entwicklung sowohl im Guten als auch im Schlechten, wird Heute in Europa kriminalisiert. Zumindest gilt das für die, die wie Zeray auf der falschen Seite der Erdkugel zur Welt gekommen sind.

Diejenigen, die jahrhundertelang im Namen des Fortschritts ganze Kontinente ausgeplündert haben und dies mit Hilfe repressiver Regimes noch immer unter dem Vorwand tun, dass diese Regierungen im "Krieg gegen den Terror" doch ganz und gar unentbehrlich seien, brandmarken jetztscheinheilig die, die ihr Leben riskieren, um auch etwas vom Kuchen abzubekommen, als "Wirtschaftsflüchtlinge"  und "Schmarotzer".

Aber Zeray haben wir nicht als Schmarotzer erlebt. Vielmehr war er äusserst zuvorkommend, hilfsbereit und dankbar. Und er hat die Gabe, die kleinen, aber schönen Dinge im Leben richtig zu geniessen. Ganze Abende lang haben wir Karten gespielt, und für jeden Koch wäre es eine wahre Freude, Zeray bei sich am Tisch zu haben!

Ein Mensch, der die Flüchtlingseigenschaft im Sinne des Schweizer Asylgesetzes erfüllt, mag Zeray nach Recht und Gesetz nicht gewesen sein. Die Migrationsbehörden hätten ihm, wäre er in der Schweiz geblieben, wohl angelastet, dass er ja schon jahrelang in Äthiopien gelebt habe, durch das Regime seines Heimatstaates Eritrea also kaum bedroht sein könne. Den Umstand, dass er durch die Flucht vor dem durch die beiden Regimes verursachten Krieg und die anschliessende Deportation seiner mittlerweile in Eritrea verstorbenen Eltern durch die äthiopischen Behörden als de fakto Staatenloser auf sich allein gestellt und durch den Unfall fürs Leben gezeichnet ist, würden die Verantwortlichen bei der Beurteilung seines Dossiers kaum als asylrelevant gelten lassen.

Auf meine Frage, wo er sich seine zukunft vorstellen könne, vorausgesetzt, er wäre wieder gesund, antwortete Zeray jedes Mal entschieden: "In Äthiopien. Wenn ich gesund wäre, könnte ich mich dort schon irgendwie durchschlagen."

Zeray hat das wirkliche Europa kennengelernt, ein Europa, in dem für Seinesgleichen kein Platz zu sein scheint. Doch jetzt ist er hier gestrandet wie so viele, die den goldenen Kontinenten nur aus dem Fernsehen kannten.

Was mag Italien für Zeray bereit halten? Wird es mehr sein als ein Leben auf der Strasse, ein Karton in einem Mailänder Park? Hat Zeray tatsächlich sein Leben in der Sahara und auf dem Mittelmeer riskiert, nur um hier im reichen Europa den täglichen Kampf ums Überleben fortzuführen? Reduziert wiederum auf eine Nummer, die ihm diesmal von den Behörden eines anderen Landes zugeteilt werden wird, beraubt auch noch seiner Menschenwürde, weil er ja doch nur einer von mehr als hunderttausend Flüchtlingen ist, die jedes Jahr wie Schwemmholz die italienische Küste erreichen und für die die Menschenrechte schon lange keine Gültigkeit mehr haben.

"Seit sie meine Familie damals abgeholt haben, ist mein Leben den Bach runtergegangen", vertraute mir Zeray eines Abends bei einer Zigarette an. "Seither habe ich in konstanter Ungewissheit gelebt. Mein einziger Wunsch wäre, wieder einmal in Ruhe schlafen und alles vergessen zu können!"

Ja, Zerays Schicksal tut mir noch immer im tiefsten Inneren weh. Dies ganz einfach darum, weil Zeray für mich ein Mensch geworden ist. Ein junger Mensch mit Träumen und Hoffnungen, von der Realität eingeholt zwar, aber bewundernswerterweise noch mit einem ungebrochenen Optimismus und einem unerschütterlichen Gottvertrauen gesegnet. Doch wie lange mögen die Europas eiserner Logik noch standhalten?

Zeray ist nämlich nicht Einer, sondern Einer von Tausenden, deren Leben der vom Westen bis zur Perversion perfektionierte und mit der Globalisierung in jeden Winkel dieser Welt exportierte Raubfischkapitalismus zu verschlingen droht. Zeray und seine Gefährten sind Wegwerfmenschen, die Europa produziert hat, für die es sich jetzt aber weigert, die Verantwortung zu übernehmen. Denen es gar vorwirft, hierhergekommen zu sein, um ihren Anteil am westlichen Lebensstandard einzufordern. "Bloss Wirtschaftsflüchtlinge! Scheinasylanten! Kriminelle Ausländer!" Die politische Hetze fordert Stacheldraht und Selbstschussanlagen an den Grenzzäunen. Das ist die hässliche Fratze, welche unser übersättigter, durch die Wirtschaftskrise und den Flüchtlingsstrom in seinen moralischen Grundfesten verunsicherter Kontinent den Flüchtlingen darbietet.

Aber wie viele Menschen der oftmals völlig widersprüchlichen Schweizer Migrations- und Asylpolitik jedes Jahr zum Opfer fallen, bleibt unbeachtet, denn das dadurch verursachte Leid und der Stress hinterlassen keine physischen Spuren. Die Narben tragen die Betroffenen in ihren Seelen und Herzen mit sich.

 

 

Was mag Zeray seinen Freunden von der Schweiz erzählen? Er poste keine Fotos auf Facebook, um seinen daheimgebliebenen Landsleuten keine falschen Anreize zu geben, sagte er zu mir. Sechs Monate unterirdische Zivilschutzanlage, drei weitere Monate Kollektivunterkunft. Ein netter Bauer, der die ihm zum Holzen zugeteilten Asylsuchenden freundlich behandelt habe. Landsleute, die ihn ohne Wenn und Aberbei sich aufnahmen, obschon sie selbst kaum Geld zum Leben haben.

Und vielleicht wird Zeray sich auch an den Springbrunnen vor dem Bundeshaus erinnern, an die Aussicht auf Bern vom Rosengarten aus, an eine Familie, die ihn allein um Seinetwillen ins Herz geschlossen hat.

Zeray ist ein guter Kartenspieler, nicht selten ist das Glück dabei auf seiner Seite. Auch das Leben von Zeray und seinen Gefährten gleicht einem Kartenspiel, in welchem, so hoffe ich, der liebe Gott die Karten mischt. Möge er ihm im Leben so viel Glück zuteilen wie im Kartenspiel! Dann bräuchte ich mir in Zukunft um Zeray keine Sorgen mehr zu machen... 

Neues Büro

Es scheint nun hier im Büro 1 im Zentrum 30 in Schönbühl tatsächlich dem Ende entgegenzugehen. Ab Ende Juni zieht unsere Vermiterin, die NetAccess AG, in eine neue Lokalität in Schönbühl um.

Wie es jetzt aussieht, werden die Mitarbeiter von Büro 1 des Vereins Give a Hand.ch ab dann obdachlos sein. Damit wir unser Quartier nicht plötzlich noch unter der Brücke aufschlagen müssen (temperaturmässig wärs ja nicht so schlimm, aber ebe glich... ), bitte ich euch deshalb alle, aktiv nach einer Anschlusslösung Ausschau zu halten.

Monatlich könnten wir für ein neues Büro bis zu ChF. 300.-- ausgeben. Ein Bürosharing würde sich also anbieten. Wichtig wäre einfach, dass ein Raum mit abschliessbarer Tür als Besprechungszimmer vorhanden wäre...

Habt ihr eine Idee? Oder kennt ihr jemanden, den wir anfragen könnten?

 

Für eure Mithilfe danke ich euch bestens.

 

Liebe Grüsse

 

Annelies  

Update Zeray

Der Bund hat ein Update zu Zerays Situation veröffentlicht. Tsehaye Zerai sollte als Dublin-Fall nach Italien überführt werden, obwohl er dringend operiert werden sollte. Nun ist der junge Eritreer untergetaucht.

Bund Artikel Zeray

Fall Zeray T - Update

Liebe Interessierte

 

Eine Woche ist es her, seit die Zeitung "der Bund" ausführlich über den Fall des Eritreers Zeray T. berichtet hat.

Seither haben sich viele Menschen mit ihrer Unterschrift mit dem Flüchtling, der gemäss der Dublin-Richtlinien am 1. April 2016 nach Italien hätte ausgeschafft werden sollen, solidarisch gezeigt.   An dieser Stelle möchten wir uns auch in Zerays Namen bei all diesen Menschen herzlich bedanken!

Wir verfolgen selbstverständlich die Entwicklungen im Fall Zeray T. weiter. Hier ein kurzes Update:

 

Wir sind weiterhin daran, das SEM davon zu überzeugen, Zeray doch noch die dringend notwendige Operation in der Schweiz zu ermöglichen. Hierzu haben wir abgeklärt, an wen das Kostengutsprachegesuch gerichtet war.

Mittlerweile wissen wir mit Sicherheit, dass die zuständige Krankenkasse das vom Inselspital eingereichte Kostengutsprachegesuch bereits im Januar 2016 gutgeheissen hat. Einer Operation stünde, würde das SEM Zerays Status wieder legalisieren, aus finanzieller Sicht also nichts im Wege.

 

Mit einem Akteneinsichtsgesuch ans SEM wollen wir des Weiteren herausfinden, welche Vereinbarungen in Zerays Fall aktuell zwischen Italien und der Schweiz bestehen.

Das Akteneinsichtsgesuch geht voraussichtlich Ende Woche per Einschreiben ans SEM. Aus den Akten wird dann auch ersichtlich werden, was mit dem am 29.03.2016 eingereichten Wiedererwägungsgesuch geschehen ist.

Gegebenenfalls werden wir nach Erhalt der Akten einen Anwalt mit der Wahrung von Zerays Interessen beauftragen. 

 

Online-Petition:

Die im Artikel erwähnte Online-Petition ist bereits von 166 Personen (Stand am Morgen des 7.4.2016) unterschrieben worden. Daneben haben div. Personen Briefe mit Unterschriftenbögen ans SEM und an den Migrationsdienst Bern eingesandt. Letzten Sonntag haben zwei Vereinsmitglieder mit einem Unterschriftenstand auf dem Vorplatz des Kirchgemeindehauses Jegenstorf auf den Fall Zeray T. aufmerksam machen dürfen.

Die Petition kann weiterhin unter

http://www.petitionen24.com/menschlichkeit_fur_zeray_t

unterschrieben und geteilt werden. Allein jedoch die Tatsache, dass am Erscheinungsdatum des Artikels im Bund

http://www.derbund.ch/bern/stadt/ausschaffung-statt-operation/story/23827027

bereits über 100 Unterschriften eingegangen sind, zeigt uns aber klar, dass der Schritt an die Öffentlichkeit in Zerays Fall richtig war.

Online-Petition

Bitte unterschreben! DRINGEND!

Online Petition

Obwohl er dringend auf medizinische Versorgung angewiesen ist, will das Staatssekretariat für Migration den Eritreer Tsehaye Zerai als Dublin-Fall nach Italien überführen.

Bund Artikel

Helden des Alltags

Liebe Freunde! Der grosse Event ist vorüber und wir sind noch alle ganz überwältigt von den vielen Eindrücken. Give a Hand.ch hat mit 16% im Zuschen 3. Platz erreicht. Das Resultat ist sensationell, denn als kleiner Verein, der erst vor zwei Jahren gegründet wurde, haben wir damit auch dank der exzellenten Berichterstattung durch das Schweizer Radio und Fernsehen eine Menge Öffentlichkeitsarbeit leisten können. Euch Allen, die für uns gevotet und die mit uns mitgefiebert habt, danken wir für eure Unterstützung. Ihr habt uns gezeigt, dass ihr unsere Arbeit wichtig findet und ihr habt uns motiviert, weiterzumachen. In diesem Sinn sitzen wir schon Heute wieder im Büro und führen unsere Arbeit weiter und grüssen euch herzlich aus den Büros 1 und 2! 
Weitere Impressionen vom gestrigen Event findet ihr unter
SRF Helden des Alltags
oder heute Abend um 19:00 Uhr auf Schweiz Aktuell:
Schweiz Aktuell

   

 

Artikel im Thuner Tagblatt

Im Thuner Tagblatt ist ein Artikel über Annelies und "Helden des Alltags" erschienen.

Thuner Tagblatt

Unser Wahlbüro

Meine beiden eritreischen Brüder Yikalo und Mehretab mobilisieren für die Abstimmung. So funktioniert Demokratie ;-)

  

 

Helden des Alltags 2015

Unsere Mitinitiatorin und Beraterin Annelies Djellal-Müller wurde für den begehrten Preis «Helden des Alltags 2015» nominiert. Dieser wird jedes Jahr von SRF für Personen, die ausserordentliche Leistungen im Bereich der Freiwilligenarbeit leisten, vergeben. Der Gewinner wird am 20. März bekannt gegeben. Sie können auf der Seite von SRF für Annelies abstimmen.

Abstimmen für Annelies

Die Finalisten haben sich am 9. März in der Sendung Treffpunkt vorgestellt. Diese kann man auf folgender Webseite hören:

Sendung Treffpunkt

Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung hat die geänderten Statuten genehmigt. Sie sind ab Freitag auf der Homepage einsehbar und treten ab dem 11.3.2016 in Kraft. 

Tätigkeitsbericht 2015

Auch für uns, die wir tagtäglich für den Verein Give a Hand.ch arbeiten, waren die Statistiken ab Seite 9 zunächst beeindruckend. Give a Hand.ch lebt, wie der Tätigkeitsbericht 2015 deutlich zeigt! 

Tätigkeitsbericht von Give a Hand.ch

Bund weist massiv mehr Eritreer weg

Give a Hand.ch ist entsetzt von den unbrauchbaren Entscheidungen, welche sogar noch mehr Menschen in die Illegalität treiben. Solange es keinen Beweis gibt, dass sich die Situation in Eritrea verändert hat und es keinen Zugang für NGOs und die UN gibt, ist es unverantwortlich von unserer Regierung zu sagen, dass eine Person nicht in Gefahr ist. "in dubio pro reo" ist eines der Fundamente von unserem Rechtssystem... Diese Entscheidungen zeigen: Unser Rechtssystem funktioniert nicht mehr. 

http://www.srf.ch/news/schweiz/bund-weist-massiv-mehr-eritreer-weg